Lacustrethumb

aldus- Seit 1938 segelt die Lacustre gegen den Zeitgeist — und in die Herzen einer Eignerschaft, die Schönheit nicht nach Metern und Freude am Segeln nicht nach Menge der verbauten Kohlefaser bemisst.

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iese Yacht ist nichts für Freunde seelenloser Superlative. Sie ist nicht die schnellste und nicht die größte, schon gar nicht die modernste. Doch kaum eine Bootsklasse kann auf eine solch aktive und treue Anhängerschaft rechnen wie die Lacustre. Vom schweizerischen Konstrukteur Henri Copponex 1938 als fahrtentauglicher Regattasegler entworfen erfreute sich die Lacustre umgehend großer Beliebtheit, zuerst am Genfer und Zürichsee, später vor allem am Bodensee, wo heute die meisten Exemplare der insgesamt 265 Boote zählenden Flotte liegen. Am Genfer See, dem Geburtsort der Lacustre, sind heute nur noch 25 Boote beheimatet. Die Ausrichtung auf Binnenseen lässt sich dabei schon am Namen ablesen: „Lacustre“ bedeutet nichts anderes als „in Landseen heimisch“.

Die Gründe für den raschen Erfolg des Seglers mit dem Kleeblatt sind dabei vielfältig: Das Boot ist schon bei mäßigen Winden schnell (die Lacustre führt eine berechnete Segelfläche von 25 Quadratmetern am Wind), bleibt aber auch bei steifer Brise seetüchtig und ist stets leicht zu handhaben. Ins Auge sticht jedoch vor allem die zeitlose Eleganz der schlank (nur 1,81 Breite bei einer Länge von 9,50 Meter) und schnittig gezeichneten Yacht mit ihrem klassischerweise in Mahagoni ausgeführten Rumpf und Decksaufbauten. Trotz der rassigen Linienführung eignet sich die Lacustre jedoch durchaus als Tourensegler, in dem zur Not auch eine vierköpfige Familie unterkommt. Das eigentliche Element der Lacustre ist jedoch die Regatta — über zwanzig Wettkämpfe finden jedes Jahr allein in der Schweiz statt. Durch sehr genaue, penibel überwachte technische Bestimmungen ist sichergestellt, dass selbst 70 Jahre alte Oldtimer mit Neubauten konkurrieren können und so bei den überaus zahlreichen Rennen neben ein wenig Glück vor allem das seglerische Geschick der Teilnehmer entscheidet. So ist die Lacustre bei all ihrer klassischen Schönheit nicht ein bloßes Relikt der guten alten Holzboot-Zeit, sondern noch immer ein veritables Sportgerät, dessen Besitzer Freude am Schönen und Lust am sportlichen Wettstreit in idealer Weise vereinen können.

-aldus

www.lacustre.ch




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Kommentare  

 
0 #2 2011-12-15 23:30
zitiere Hans:
ein meisterwerk der Handwerkskunst! !Mögen doch kunststoff-boote schneller
stilvoller kann man nicht segeln....

zeitlose eleganz ist wirklich treffend!
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+2 #1 2010-08-08 17:58
ein meisterwerk der Handwerkskunst! !Mögen doch kunststoff-boote schneller sein...

stilvoller kann man nicht segeln....
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